Wie vergleicht man BGF und GIF Mietflächen?

Wie vergleicht man BGF und GIF Mietflächen?

Gewerbeflächen können nach unterschiedlichen Methoden berechnet werden. Gängig in der Vermietungspraxis sind der Ansatz nach BGF (Brutto-Grundfläche nach der DIN-Norm 277) und der Ansatz nach der gif-Richtlinie. Die gif-Richtlinie wurde von der Gesellschaft für Immobilienwirtschaftliche Forschung e.V. ins Leben gerufen, um die Flächen von Immobilien vergleichbar zu machen. Im Alltag kommt aber auch weit verbreitet die DIN-Norm 277 zum Einsatz.
Der Grundsätzliche Unterschied der Berechnungsarten liegt in der Art und Weise wie Flächen verschiedener Art berücksichtigt werden. So wird bei der BGF Berechnung die Summe der Grundflächen aller Grundrissebenen und deren Umschließungen (also inklusive Mauerwerk) angesetzt. Die Berechnung nach gif setzt auf diesem Ansatz auf, bewertet die Flächen aber genauer. So werden beispielsweise die Kategorien MF-0, MF-G1 und MF-G2 gebildet, die dann entweder nur anteilig oder im Falle von MF-0 garnicht berücksichtigt werden, z.B. Konstruktionsflächen.
Der Unterschied zwischen der gif und der BGF-Fläche kann daher nicht pauschal angegeben werden, sondern nur konkret bei der jeweiligen Fläche. Als Faustformel für eine erste Einschätzung kann man davon ausgehen, dass eine gif-Berechnung ca. 80 % der BGF-Fläche beträgt. Eine exakte Vergleichbarkeit der unterschiedlichen Berechnungsarten kann durch Online-Rechner ermöglicht werden. Um die Angaben richtig zu interpretieren und bei der konkreten Immobilie vergleichbar zu machen, beraten auch wir als Immobilienmakler als Teil ihrer Dienstleistung zu diesem Thema.

 

Das gesamte Statement im Wortlaut finden Sie im Beraterpool-Artikel auf B4B Schwaben.

author

Dipl.-Ing. Peter Kragler

Dipl.-Ing. Peter Kragler ist Inhaber und Geschäftsführer der Kragler Immobilien GmbH in Augsburg. Als Immobilienmakler kann er auf über 30 Jahre Berufserfahrung zurückblicken.